Übung macht den Meister!  Aber welche Übung?

Das Wort Üben hat keinen guten Klang in vielen Ohren. Aber wirkliches Üben macht Spaß. Wirkliches Üben heißt, beim Erlernen eines neuen Stücks einen einfallsreichen Zugang zu den nötigen Bewegungen des “Fingerballetts” zu wählen und auf stumpfes Wiederholen zu verzichten. Das ist der grundlegende Ansatz unseres Klavierunterrichts. Denn um so mehr kommt Freude auf, wenn man durch Üben schnell Fortschritte bemerkt und  Stücke spielbar werden, die scheinbar außerhalb der eigenen Fähigkeiten lagen. Und dies ist möglich, wenn der Schüler im Klavierunterricht genau erklärt und gezeigt bekommt, was Üben eigentlich ist, welche Übeschritte ihn schnell weiter bringen (was keine Selbstverständlichkeit ist). Wenn er lernt, eine eigene, effektive Übestrategie für ein Stück oder eine Stelle zu entwickeln, ist er auf das stumpfe Wiederholen – was oft mit Üben gleichgesetzt wird – nicht mehr angewiesen. Nicht zu wissen “wie´s weiter geht” und keine Entwicklung zu bemerken macht eben keinen Spaß. Und man möchte ein Stück ja auch bald spielen können und zwar ohne es nach ein paar Tagen schon wieder verlernt zu haben.

Es gibt nur eine Sorte von dummen Fragen: die, die nicht gestellt werden

So ist die Unterrichtsatmosphäre stets sehr entspannt. Auch, weil es auf jedes Problem eine eindeutige Antwort gibt, die der Schüler im Laufe der Zeit lernt auch eigenständig zu finden. Ein “Aussitzen” – oft mit Geduld verwechselt – findet ebensowenig statt, wie die Methode, die gerade den Klavierunterricht bei vielen leider in ein schlechtes Licht gerückt hat: Druck (in allen mehr oder weniger subtilen Facetten). Hier wird niemand mit dem Satz “Üb` das nochmal” alleine gelassen. Mit einem anderen Blick auf die Noten und dem daraus resultierenden Umgang damit, warten auf jeden Schüler einige Aha-Erlebnisse. Instrumentalunterricht wird hier zu einer völlig neuen Erfahrung.
 

Wer “macht” die Musik? Wie muss ich üben?

Musizieren ist mehr als das Bewegen der Finger und das Beachten aller Zeichen. Das Ergebnis von wirklichem Üben ist die Fähigkeit seine eigenen Vorstellungen, Bilder und Empfindun gen durch eine Invention oder Fuge von Bach, einen Walzer oder eine Sonate von Beethoven, ein Impromptu von Schubert oder eine Improvisation über einen Jazz-Standard oder einen Blues in Musik zu verwandeln. Die Musik kommt letztendlich nicht aus den Fingern, sonder aus dem Bauch, aus dem Herzen oder wie immer man es nennen will.

Kinder lernen schneller, na und? Üben für alle

Die Fortschritte hängen nicht vom Alter ab, jedes Alter hat seine eigenen Möglichkeiten zu lernen. Man muß sie nur kennen. Gerade für Musizierende, die wenig Zeit haben ist es wichtig, ein Repertoire aufzubauen, aus dem man sich nach Lust und Laune bedienen kann. Das “Basteln” an einem Stück über Wochen und Monate nimmt schnell die Lust am Spielen, weil man nicht einfach mal so zur Entspannung seine Lieblingsstücke spielen kann.
 

Hightech, low-tech, no-tech oder “Wie es Euch gefällt”

Der Unterrichtsbereich “Technik” profitiert von der genauen Kenntnis der Motorik, ohne auf die wenig wirksamen und gleichzeitig quälenden Übungen des Standard-Unterrichts zurückzugreifen. Der Schüler bestimmt vielmehr eigenständig, wie der nächste Übeschritt aussieht.Er ist immer aktiv dabei und kreativ, auch wenn er seine spieltechnischen Möglichkeiten mittels Fingerübungen (besser: Fingergymnastik) verbessert – wenn er das möchte.
 

Denn es heißt ja Klavier s p i e l e n ! ! !